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Bielefelder Trainingsraumprogramm

Nach vielen Gesprächen über wiederkehrende nicht akzeptable Verhaltensweisen einiger Kinder in fast allen Klassen, besonders im Fachunterricht, der nicht von der Klassenlehrerin erteilt wird, sprach sich die Lehrerkonferenz vor einigen Jahren dafür aus, Wege zu finden, möglichst konsequent, dabei aber konstruktiv zu reagieren und damit Hilfestellung im Prozess des sozialen Lernens zu leisten.

Dazu wurde das Bielefelder Trainingsraumprogramm nach Stefan Balke so abgewandelt, dass es für unsere Schule umsetzbar ist. Maßstab für Störungsverhalten sind wenige, von den Kindern innerhalb jeder Klasse aufgestellten Regeln, die ein ruhiges, rücksichtsvolles Miteinander ermöglichen.

Grundlage sind dafür die in allen Klassen ausgehängten Grundrechte im Unterricht:

Jede/r Lehrer/in hat das Recht, ungestört zu unterrichten. Jede/r Schüler/in hat das Recht, ungestört zu lernen. Jede/r muss die Rechte der anderen respektieren.

Im wiederholten Störungsfall wird ein Kind durch eine „gelbe Karte“ verwarnt. Bei einer weiteren Störung erhält es dann die „rote Karte“, sowie einen altersgemäßen Rückkehrplan und füllt diesen in der Nachbarklasse aus. Anschließend kehrt das Kind in den Klassenraum zurück und nimmt weiter am Unterricht teil. Sobald die Möglichkeit besteht, bespricht die Lehrkraft den Rückkehrplan mit dem Kind und beide unterschreiben diesen. Sollte es am selben Tag erneut zu einer Unterrichtsstörung kommen, erhält es den Rückkehrplan zur Überarbeitung zurück, um sein Verhalten erneut gründlich zu reflektieren und sich um Verhaltensänderung zu bemühen.

Bekommt ein Kind innerhalb von 14 Tagen die dritte „rote Karte“, werden die Eltern in einem Brief informiert und gemeinsam mit ihrem Kind zu einem Gespräch gebeten. Folgt innerhalb weiterer 14 Tagen erneut eine rote Karte, nimmt das Kind für einen Tag am Unterricht der Parallelklasse teil. Der formale Ablauf des Trainingsraumprogramms beinhaltet konsequentes Handeln, jedes Kind kennt die Folgen seiner Verstöße gegen die aufgestellten Regeln und das Gefühl der Willkür wird vermieden. Auf beiden Seiten besteht so die Chance, emotionale Eskalationen zu vermeiden.

Grundrechte an unserer Schule

  • Jede/r Lehrer/in hat das Recht, ungestört zu unterrichten.
  • Jede/r Schüler/in hat das Recht, ungestört zu lernen.
  • Jede/r muss die Rechte der anderen respektieren.